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Sonderausgabe


Der Eisgarten
gepostet vom 05.06.2003 bis 13.06.2003
 

eine_alte_frau

er Gang zum Eisgarten war dunkel und die seltsame Alte ließ die Schutzkugel zerplatzen. Dann öffnete sie ihre Hände und eine helle Lichtkugel schwebte zur Decke. Dann sahen die drei sich um. Die Alte war seit Jahrhunderten nicht mehr hier gewesen. alles war etwas verfallen, aber vor ihnen stand eine Wand aus Nebel.

Krieger-BP

ie Kugel prallte gegen hartes Eis und der Zauber löste sich. Die Drei waren in einer Art Gang angekommen. Dieser bestand vollkommen aus Eis. "Unser Weg wird uns wohl hier durchführen!", versicherte die Alte dem etwas komisch dreinguckenden Sumpfler. Denn nicht der verdammt enge Gang war das, was ihn zum staunen brachte. Nein, eher dieser organisch wirkende Nebel vor ihnen, der sich langsam, Stück für Stück, wie ein unsichtbarer Arme, in ihre Richtung vorwabbelte und sie zu verschlucken zu versuchte. "Müssen wir da wirklich rein?", fragte der etwas missmutige Krieger noch einmal. Ein zustimmendes Grummeln folgte. "Am besten du atmest noch mal richtig frische Luft ein!", nickte ihm Blutfeuer an. Krieger blieb nichts andres übrig. "Ihr müssts ja kennen!" So fuhr die rechte Hand zur Nase, drückte diese fest zu und der Mund sog so viel Luft ein wie er nur konnte. Wie Wasser, nur noch viel zäher, war der Nebel, legte sich auf Gemüht und Glieder, wie Tonnen von frischem Fleisch. Kleinste aus dem Nebel hervorstechende Hacken schienen ihre Bewegungen aufhalten zu wollen. Krieger musste Kämpfen. Er schrie, doch nichts war zu hören. Niemand war mehr zu sehen. Es war nur noch er da. Mit den Händen versuchte er den Nebel wegzuschieben. Vergeblich. Mittlerweile durch den Gang kriechend dachte er wirklich ein Fünkchen Licht zu sehen. Alle Luft aus seinem Körper hinauspressend, spannte er jegliche Muskeln an und katapultierte sich nach vorn. Er schien in Zeitlupe zu fliegen. Der Nebel wirkte nun wie eine Seichte Wolke, schien sich immer mehr zu Lichten, bis plötzlich dieses Gefühl der Schwerelosigkeit nachgab und Krieger der Länge nach auf den Boden plumpste. Vor ihm standen bereits die beiden Frauen. "Endlich bist du da!" ...

eine_alte_frau

"ir sind am Ziel. Bevor wir durch dieses Tor gehen, will ich dir etwas erklären und euch beiden erzählen, wer ich bin.
Wir betreten gleich den Eisgarten, ein Spielzeug der alten Götter, den wir in Besitz genommen haben, als die Götter uns verließen. Hierher konnte mein Volk sich zurückziehen, wenn die Menschen es jagten und wenn die orks uns verfolgten.
Wir sind eine Rasse, die viel älter ist als die Menschen. Wir nennen uns Sithi und wohnten einst friedlich mit den Menschen zusammen. Das könnt ihr alles in der Bibliothek nachlesen, die mit ihren kostbaren Kristallen dafür sorgt, dass unsere Geschichte für die Nachwelt aufgehoben wird.
Als der Gletscher sich veränderte und die Menschen begannen, uns auch hierher zu folgen, beschloss mein Volk, diesen Eisgarten für immer zu seiner Heimat zu machen. Dafür musste er aber wirksam geschützt werden und mein Volk beschloss, seine körperliche Existenz aufzugeben. Wir wurden der Nebel. Er schützt heute den Eisgarten vor der Sonne und mein Volk hat sich in die kleinsten Mikroorganismen zerstäubt, die man sich denken kann. Wir sind zu diesem Nebel geworden. Außerdem wird der Garten durch dieses magische Tor und den Drachen geschützt. Und ihr dürft jetzt für eine kurze Zeit mein Gast sein. Dieses Tor öffnet sich nur, wenn sich ihm ein Mensch nähert, der völlig ohne Schuld ist. Und da es das kaum gibt, wurde der Eisgarten erst einmal betreten von Menschen. Das war bei eurer letzten Expedition Blutfeuer.
Ich besitze aber einen weiteren Schlüssel, die Magie der Sithi. Sie werden uns jetz das Tor öffnen. Seid vorsichtig dort drinnen. Alles was ihr berührt kann schmelzen. Die Blumen wachsen zwar nach, aber manche Dinge vergehen dann für immer. Das gilt besonders für die Bibliothek."
Die Alte hob die Hände und sprach ein paar Worte. Dann öffneten sich die Schweren Torflügel und die drei traten ein.

Krieger-BP


este des Nebels Hangen komischerweise noch an Kriegers Bogen. Oder verging sein Bogen in Nebel? Krieger wunderte sich jedoch nicht weiter, denn die Pforte vor ihm forderte äußerste Aufmerksamkeit. Langsam ließ die Alte Magie emporsteigen, das Siegel des Tores damit öffnend. Kriegers Kinnlade klappte gen Erdboden. Was war das nur für eine komische Person. Jetzt sagte sie doch tatsächlich, sie wäre eine Angehörige des Nebels! Schwarze Punkte machten sich vor Kriegers breit und vervielfältigten sich, bis schließlich alles Schwarz war. Die Welt schien sich zu drehen und Krieger war weg. Verschluckt von irgendetwas. Die Dunkelheit wich zu den Augenrändern. Ein Auge kam zum vorscheinen. Krieger schrie. Es war so grässlich. Von weit her tönte etwas wie, "was schreit er den jetzt?" Das Auge wich zurück. "Krieger bist du tot?", schallte es wieder von weither. "Ja man!", sprach seine Stimme plötzlich. Der Teppich an den Seiten schien nun wegzugehen. Stille herrschte um ihn. Er konnte nun klar und deutlich die Alte und die Amazone um sich sehen. Er lag auf einer aus Eis bestehenden liege, in einem Raum, vollkommen aus Eis geschaffen. Die Stille wollte nicht weichen und so sprach Krieger, "Ich bin nicht tot!" Ein erleichtertes Stöhnen der beiden Frauen folgte. "Wo bin ich?", fragte er während er sich aufrichtete. "Oh, du bist hier in der Bibliothek des Eisgartens!" ...

blutfeuer


ie amazone hatte zusammen mit der alten frau den irgendwie abwesenden krieger durch den garten geschleift und in den kleinen pavillon gebracht, der sich in der mitte des eisgartens befand. dort waren liegen, auf denen auch ein mensch liegen konnte. dort hatte das eis eine irgendwie andere konsistenz.
wie beim erstem mal war blutfeuer wieder ganz fasziniert von diesem garten der wunder. die wege, die aussahen, als wären sie mit kies bestreut, funkelten in allen regenbogenfarben des spektrums. auf den beeten zu beiden seiten der wege wuchsen die schönsten blumen und bäume, die man sich vorstellen kann. sie waren über und über bedeckt mit blüten, deren blütenblätter mit einem klingen auf dem boden aufkamen, wenn sie von den zwiegen rieselten. überall funkelten und blitzen die zauberhaftesten lichspiele, die man sich denken kann. vor allem der große springbrunnen in der mitte des gartens war ein wunder für sich. die wasserfontäne sprühte hoch in den nebelverhangenen himmel und fiel dann über die ränder, die nach marmor aussahen. dann gefroren sie zu wunderschönen gebilden.
die beiden kleinen pavillons, die man im garten sehen konnten, waren ja sicher auch aus eis, obwohl sie eher so aussahen, als wären sie aus zuckerwerk eines genialen konditors.
sogar ungeziefer schien es zu geben. irgendwelch roten käfer machten sich über die zarten eisgebilde her und benahmen sich wie echte blattläuse. sie fraßen löcher in die fragilen gebilde.
als blutfeuer einen von einer zarten blüte sammeln wollte, verbrannte sie sich an ihm die finger.

eine_alte_frau


ie Alte blickte ein bisschen finster. "Ja, die waren schon eine Plage, als ich den Eisgarten das letzte Mal besuchte. Man müßte sie alle absammeln und durch das Tor schieben. Irgendwie sind sie damals hier hinein geraten und sie vermehren sich völlig unkontrolliert. ich werde wohl viel zu tun haben in der nächsten Zeit.
Aber zuerst sollten wir uns um deinen Krieger kümmern. Immerhin hat ihn der Anblick unseres Gartens ganz schön umgehauen. Dann werde ich euch etwas zum Essen servieren und dann werden wir uns die Schätze der Bibliothek ansehen, damit ihr wieder zurück könnt zu euren Leuten.
Auf Dauer ist es für Menschen hier eigentlich zu kalt.

Krieger-BP


rieger schien wieder eingesackt zu sein. Er lag jetzt in einer Art Pavillon. Verwirrt sah er um sich. Irgendwie ist die Unwirklichkeit zu wirklich für ihn geworden. Sich nun aufsetzend um sich schauend, vernahm er plötzlich die alte junge Frau, die irgendwas vom Essen erzählte. Krieger sprang, von einer fremden Macht beflügelt, auf und erkundigte sich nach dem Standort der Taverne. Wo sonst sollte es essen geben? Die junge Alte schüttelte nur mit dem Kopf. "Taverne, so etwas gibt es hier nicht! Aber ich kann dir ein kleines Eisbein machen, wenn du Hunger hast."
Krieger kitzelte bereits die Wimper vor Kälte. "Eisbein?", sprach er ungläubig, "ne, ich glaube, so dollen Hunger habe ich auch nicht!" Im nächsten Moment grummelte sein Magen ziemlich laut und deutlich. "Verräter!", zischte ihm Krieger noch zu und grinste dann zu den beiden Frauen, "ach, dass ist nur die Kälte." Ein Bauchkrampf folgte. Krieger zog sich zusammen. "das muss wohl am Nebel liegen! Ist nicht so ... schlimm."
Irgendwie lag der Geruch von Lügen in der Luft...

blutfeuer


o ein blöder bengel. nur enttäuschungen. erst will der drachen sie grillen und dann macht krieger auf schlapp. als ob die alte nicht wüßte, was menschen essen.
blutfeuer sah sich derweil noch einmal den inneren raum der bibliothek an. das war der, in dem sie damals das seltsame gerät mit den kristallen entdeckt hatten, die einen als stillen beobachter in eine fremde welt setzten. hier wollte sie in der nächsten zeit einiges lernen und sie würde nicht gehen, bevor sie nicht alle kristalle angesehen hatte. hoffentlich hielt ihr körper durch, denn diese permante kälte war schon sehr extrem. und man durfte noch nicht einmal die kleinen öfchen von hummelchen benutzen, weil schon der leiseste hauch von wärme die emfindlichen gebilde zerstören konnte.

eine_alte_frau


ie Alte hatte derweil einen kleinen Imbiss gerichtet und lud die drei zum Essen. "Sagt mal, Herr Krieger, ihr seid doch jetzt so ein Meisterschütze. Könnt ihr die Eiszapfen abschießen, die sich am Dach unserer Pavillons gebildet haben? Wenn da einer langgeht, kann es einen ja erschlagen."

Krieger-BP


"ieso fragt sie da eigentlich nicht die Amazone? Die kann das doch viel besser", dachte sich Krieger. Sollte das eine Art Prüfung seien? Krieger rätselte. Äußerlich hingegen blieb er, wie man bei der Kälte wohl vermuten kann, ziemlich kühl und antwortete locker: "klar". Ein wenig später stand er mit Pfeil und Bogen unter dem Eiszapfen und schoss. Einen Hops zur Seite und schon klatschte das eisige Gebilde genau dort auf, wo er davor stand. "Ist ganz einfach, wollen sie es nicht auch probieren?", fragte er noch die Alte, doch die schüttelte heftig den Kopf. "Na gut, dann eben nicht!" Die weiteren Eiszapfen flogen zu Boden, wie Meteoriten vom Himmel, und zerbarsten am Pavillonboden. Ein Pfeil hingegen schoss daneben und flog hoch in die Luft, bevor er in einer aus eis bestehenden Eisblume landete. Diese zerfiel sofort in ihre Einzelteile. "Oh, das tut mir leid! Mein Finger sind hier nicht so richtig warm!", versuchte sich der Templer herauszureden. Blutfeuer klatschte sich an den Kopf. Sah wohl so aus, als hätte sie doch einen hoffnungslosen Fall erwischt. Aber wer wird schon in so kurzer Zeit ein Meister des Bogenschießen? Eigentlich keiner. Krieger ließ sich indes wieder auf die Bank sinken und nahm den kleinen Imbiss und den Eistee zu sich, der vorhin aufgetischt wurde. "Nun gut, die Eiszapfen sind zwar weg, aber irgendwas wundert mich! Ihr hättet das doch viel leichter mit eurem kleinen Inferno entfernen können. Was war also euer Hintergedanke bei diesem Auftrag?", fragte Krieger und fuchtelte dabei in rhetorischen Zügen mit seiner Kuchengabel herum...

blutfeuer


"ch will dir mal was sagen. sie hat das sicher gsagt, weil sie ne nette frau ist und dir nicht das gefühl geben will, völlig sinnlos mitgekommen zu sein. und außerdem wollte sie mir sicher gelegenheit zu einem wundervollen nicknamen für dich geben."
blutfeuer lachte übers ganze gesicht.
"aber ich denke, du bist trotzdem ein irgendwie meisterlicher bogenschütze. also wenn dich jemand fragt, kannst du dich ruhig als meister bezeichnen. ich werde auf jeden fall zustimmen."

 

Krieger-BP

rieger war zwischenzeitlich mit seiner Rhetorik schon so weit, dass seine Zunge seien Mund verließ, doch als die letzten Worte der Amazone ertönte, wurde ihm ganz warm ums Herz, weshalb er die Zunge schnell wieder einzog, damit diese auch was von der Wärme abbekommen konnte. "Stimmt! Warum bin ich eigentlich mitgekommen? Ach ja, ich hatte glaub ich Khorinis! Doch aus ganz eigensinnigen Gründen freue ich mich mitgekommen zu sein. Wer sonst kann denn mit zwei so hübschen Damen eine Drachengeburt erleben?" Ein Schluck Eistee folgte. "Meisterschütze also.", zwinkerte Krieger der Amazone zu, "ich denke wir müssen unsere Steinchenübung irgendwann noch mal machen, wenn ich die gepackt habe, dann könnte ich vielleicht einer sein. Aber wenn mich jemand fragt, bei wem ich gelernt habe so schlecht zu schießen, dann werde ich mit stolz antworten, ‚bei Blutfeuer, der besten Lehrerin auf der ganzen Welt'! Mal sehen, was die Anderen dann dazu sagen." Krieger musste grinsen. Ein wirklich harmonisches Teetrinken hier. Ein weiterer Schlürfer an dem aus Eiskristallen bestehenden Glas folgte.
"Ach sagt ihr mir noch, wie wir wieder zurück wollen? Ich meine, dass die Echsenmenschen uns so einfach herausspazieren lassen bezweifle ich eine wenig."

Blutfeuer

ie amazone sah den krieger wütend an. "du willst es dir wohl mit mir verderben, du angeber?" blutfeuer tippte daraufhin die frau an.
"hast du eine strafarbeit für ihn?"


eine_alte_frau


"ch hätte da schon was. Was hältst du davon, dass du die Feuerkäfer absammelst und uns auf irgendeine Weise von dieser Plage befreist. Als Belohnung bekommst du dann eine Blitzheimreise. Allerdings kann ich dich nur bis zu meiner alten Hütte befördern. Den Rest musst du allein schaffen."

blutfeuer


"as ist super, dieser eiszapfenkiller soll noch von käfern träumen und dass es ihn überall krabbelt, wenn er nur an uns denkt.
ich will übrigens noch eine weile hierbleiben, darf ich? ich würde gern die bibliothek studieren."

eine_alte_frau


"ch habe damit gerechnet. Sei mir willkommen, Blutfeuer. Wir werden eine schöne Zeit haben. Ich hoffe nur, dass es dir nicht zu kalt wird. Den Kleinen schicken wir aber lieber wieder in die wärmeren Gebilde. Zwei wärmeabstrahlende Menschen wären auf Dauer auch schon zu viel für meinen empfindlichen Garten. Ich bin ja ab jetzt die Gärtnerin und fühle mich verantwortlich."

Krieger-BP

rieger runzelte die Stirn. "Strafarbeit?", empört drehte er sich ab und hielt eine kleine Beratung mit seinem Verstand. Nach langem hin und her kam er dann zu dem Schluss, dass es wohl für beide Parteien zum Vorteil seien würde. Für ihn, um sicher an den Echsenmenschen vorbei zu kommen und für die Alte, um die roten Viecher loszuwerden. "Vielleicht sollte ich Blutfeuer so einen kleinen Käfer mal ins Höschen werfen!", dachte sich Krieger, während er sich erhob und der Alten freundlich zu nickte. "Mache ich gerne für euch."
Im nächsten Moment war er schon drauf und dran, das erste Biest zu erledigen. Dazu nahm er sich einfach einen der tollen Pfeile und spießte sie auf, wie auf einen kleinen hölzernen Spieß, an dem man sonst die gegrillte Wurst aufspießte. So hantierte er im ganzen Garten herum und durchbohrte einen Körper nach dem anderen. Ein paar spießte er sogar in der Luft auf. Er profitierte hier eindeutig von seinen Schwertkampferfahrungen. Nach einer Weile kehrte er, mit zehn Pfeilen, mit jeweils fünf kleinen Körper darauf, zurück und reichte sie der Alten. Einen hob er sich auf. Den könnte man vielleicht noch gebrauchen! "Aber da fliegt doch noch einer!", rief die Amazone gehässig. Krieger wollte sie grade anzischen, da reichte ihm die Alte einen Behälter. "Fang ihn lieber lebend! Vielleicht sind sie einem irgendwann doch zu etwas nütze!" Krieger tat wie ihm befohlen und schnappte sich das Viech. Der Schraubverschluss wurde beansprucht, in dem er den Deckel auf den Behälter schraubte. Von innen war noch ein leichtes Scharben zu hören, doch Krieger schüttelte kurz und schon war es stumm. Wieder zur Alten gewandt, "ich werde den mal mitnehmen und den Baalen aus meinem Lager zeigen! Vielleicht entdecken sie ja was tolles."
Mit einem Ruck schob er die Amazone wieder ein Stückchen hinter, um sich mit auf die kleine Bank setzen zu können. Sie angrinsend sprach er, "na, wollen wir die Dinger grillen?" Krieger war es irgendwie überhaupt nicht mehr bewusst, dass er sich hier in einem Eisgarten befand, in dem Feuer verheerende Auswirkungen hatte...blutfeuer

blutfeuer

"arum setzt du dich denn schon hier her? ich seh die biester doch noch überal."
blutfeuer gab ihrem kameraden mit dem hintern einen kräftigen schupps, so dass der von der bank fiel und erst mal auf dem boden landete.

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"u bist ja grob zu ihm, also wirklich!"
Die Frau half dem Krieger wieder auf die Füße und übergab ihm ein neues Gefäß.
"Sammle die Schädlinge hier rein und nimm das ganze Glas mit. Ich glaube aber, diese Käfer gibt es un euren Wäldern auch. Dort mutieren sie zu sogenannten Glühwürmchen und werden euren Sumpf schmücken. Also töte sie nicht. Das sieht sicher hübsch aus."

Krieger-BP

"ha, die mutieren also.", sprach Krieger. Irgendwie wurde es hier immer verrückter. Jetzt wird sogar die Amazone schon arg gemein. ‚Einfach die Klappe halten und durch! Das bringt einem am wenigsten Probleme', dachte sich Krieger. So nahm er sich das blöde Gefäß und ließ dieses durch die Luft sausen. Einmal hier einmal dort und das letzte mal an der stelle und schon fertig. Krieger lugte zufrieden in den Eimer, bemerkte jedoch, dass da gar nichts darin war. "Verdammigt noch mal."
Er wandte sich an die Alte, "ihr seit sicher, dass die sich im Sumpf wohl fühlen?" Die junge Alte nickte bejahend zurück. "Nun gut!" Krieger hatte eine Idee, die neuen Haustiere zu testen. Ein griff in seine Gürteltasche und schon war ein Stängel hervorgeholt. Dann wurde aalglatte Stängel aufgeschlitzt und der Inhalt in eine Schüssel, voll mit Wasser gestellt. Diese Schüssel, wurde nahe der Blumenbeete hingestellt, wo sie schließlich gefror, mit samt dem darin enthaltenen Wasser und Sumpfkraut. Der größte Teil der Fliegenschar stürzte sich gerade zu auf das Eis und war drauf und dran es zu verschlingen. "Also entfaltet Sumpfkraut seine Wirkung ebenso bei Tieren", stellte der sich am Kinn kraulende Krieger fest. Die Schüssel wurde nun kreuz und quer durch den Garten geschleppt, bis schließlich auf die letzte Fliege daran klebte. "Ha, seht ihr, so einfach geht das!", winkte er noch den beiden Frauen zu, die immer noch ihr Kaffeekränzchen hielten. War er eigentlich ihr persönlicher Staubsauger? ‚Nicht aufregen Krieger, nicht aufregen', sprach zu sich. Die Schüssel wurde samt den Fliegen in den großen Behälter gesteckt und verschlossen. Diese Fliegen würden nun eine lange Reise vor sich haben. Der Behälter polterte auf den Tisch, "das müssten jetzt alle sein!", sprach Krieger etwas unsicher. ‚Hoffentlich gibt es hier keine Spinnen', dachte er sich noch insgeheim. "Lasst uns doch eine kleine Siegesrunde Sumpfkraut rauchen! Oder soll ich Sumpfkrauteis machen?", fragte er in die Runde ...

blutfeuer

"olln wir jetzt abschied nehmen, mein krieger, mein treuer freund?"
die amazone legte ihren kopf auf seine schulter und fast sah es so aus, als würden ihre augen ein bisschen feucht werden, was aber auch eine optische täuschung sein konnte.
"vergiss mich nicht und grüß die freunde aus dem sumpf. blutfeuer kommt bald wieder und ist dann ganz klug."

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ie alte Frau lächelte und reichte Krieger einen Beutel. "Ich habe etwas für dich gesammelt. Ich weiß zwar nicht, ob es heute in Khorinis Künstler gibt, die aus diesem Material etwas anfangen können, aber ich geb es dir gern mit. Versuch es nur, es würde sich auf jeden Fall lohnen."
Krieger, der den beutel gern entgegennahm, warf einen verstohlenen Blick hinein. Die Frau nickte und meinte: "du siehst richtig, das ist eine Drachenhaut. Sie ist zwar von eurem Baby aber sie ist viel besser für eine Rüstung geeignet, als die Drachenschuppen der erwachsenen Drachen. Die Hornhaut ist hier noch weich und flexibel und die Rüstung kann sich perfekt den Formen anpassen. Nimm ihn nur mit und suche. Ich denke, es könnte sich für dich lohnen.
Ich werde auch deiner Dame eine solche Haut mitgeben oder wir nähen selbst eine Rüstung daraus. mal sehn, wenn wir für die Abende keine bessere Beschäftigung haben, können wir uns ja daran versuchen."
Krieger stand vor der Alten und war ganz sprachlos. Was sollte er auch schon sagen. eine solche Rüstung aus solchem Material war das wertvollste, was ein Mensch haben konnte, der sich in einer Rüstung auch noch bewegen wollte. Er stammelte irgendwelche wirren Sachen vor sich hin und sank dann ganz verwirrt auf das kleine Bänkchen am Tisch.

blutfeuer


"a nun verschluck dich mal nicht gleich. das ist doch ein tolles geschenk! ich weiß zwar nicht, wozu einer ne rüstung braucht, der immerzu nur wegrennt, aber immerhin."
krieger sah die amazone entsetzt und entgeistert an. wie konnte sie so etwas sagen? dann aber riss sie ihre arme auseinander und schloss sie dann ganz fest um ihn.
"ich mach doch nur spaß. das war eine schöne tour mit dir. komm gut nach haus und nun zieh den abschied nicht so in die länge. machs gut alter junge, wir sehn uns im sumpf wieder.
die alte fragte den krieger, ob er bereit sei und als der nickte, sprach die junge alte frau eine unverständliche formel und dann waren die beiden frauen allein.

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"nd du komm jetzt mit mir, wir haben noch eine Menge vor."
Die seltsame Magierin nahm Blutfeuers Hand und ging mit ihr zu dem zweiten Pavillon. als sie sich näherten öffnete sich die Tür von allein und schloss sich wieder hinter den beiden.

Krieger-BP

einste Nebelpartikeln, flogen wirr um Krieger herum, immer im Kreis und sich ihm nähernd. Kriegers ängstlicher Blick erfasste ein letztes Mal Blutfeuer, die schöne Amazone. Er würde sie wohl nie wieder vergessen. Diese kleinen Momente, wie die am Lagerfeuer, wo sie sich, zusammen mit dem Drachen, aneinander kuschelten. Am See, die Übungen mit dem Bogen, oder einfach nur die Nächte auf der Ofenbank, an denen er ihr tiefschwarzes Haar betrachtet. All dies versank nun im Nebel. Kriegers Blicke verwandelten sich in einen Schleier aus weiser Luft, die stetig in Bewegung war und eigenartig zu pulsieren schien. Im Takte seines Herzens bewegte sich der Nebel um ihm, drang in Kleider und schließlich in Haut und Fleisch. Tief ins inner des Kriegers, in dem es Organe, Venen, Blut und einfach alles, in sich manifestierte und nicht mehr von sich gab. Krieger verwandelte sich wortwörtlich in eine Wolke. Die Blicke klärten sich. Nebelfetzen hingen noch hier und dort, doch die Umgebung um ihn herum war klar auszumachen. Beide Frauen waren verschwunden. Krieger war nun allein und hob langsam ab, gen Himmel. Seine ultimative dreihundert und sechzig Grad Sicht gab ihm optimalen Überblick über seine Umgebung. So erspähte er den Eisgarten und auch den Drachen, weit in der Ferne. Sein Körper hingegen war nicht auszumachen. Er konnte überall hin sehen, nur nicht auf sich selbst. Der Himmel war wolkenlos. Blau erstrahlte sich vom Horizont bis hier und in weiter Ferne konnte man das Meer ausfindig machen. Die Sonne strahlte über die endlosen Flächen des Gletschereises. Die Wolke Krieger flog so hoch, dass sie keine einzige Kreatur ausfindig machen konnte. So zog eine einzige Sithiwolke am Himmel entlang und suchte sich den Weg in Richtung Heimat. Den Gletscher hatte die Wolke bereits hinter sich ... weit hintersich.