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Inhalt 08/03

Wegelagerer haben es schwer
gepostet am 13.08.2003
   
Kelvin

uch wenn Kelvin im Normalfall nicht zu den größten Glückspilzen der Welt zählte, diesmal schien ihm das Glück tatsächlich hold zu sein, denn immerhin hatte er schon wenige Minuten nachdem er den Hof verlassen hatte und bei der Taverne angekommen war ein geeignetes Opfer für einen Überfall gefunden, eigentlich waren es sogar vier, wenn man es ganz genau nahm. Der Wegelagerer wollte eigentlich sofort losstürmen als er die vier Männer aus der Taverne gehen sah doch dann beschloss er das es wohl besser wäre wenn das ganze außerhalb der Sichtweite eventueller Tavernengäste ablief um unnötige Schwierigkeiten zu vermeiden. Des Weiteren sah einer der Männer nicht gerade wie ein Schwächling aus und auch die anderen drei waren vom Körperbau her nicht zu verachten, deshalb wollte Kelvin besser aus einem Versteck heraus angreifen um einem offenen Kampf gegen Vier gleichzeitig aus dem Weg zu gehen. Der gesunde Menschenverstand hätte ihm wohl auch geraten diesen Überfall allein gegen eine solche Übermacht sein zu lassen doch das Erfolgerlebnis der letzten Tage hatte ihn übermütig sehr gemacht, was sich wohl bald rächen würde.
In sicherem Abstand und so leise wie es ihm möglich war huschte Kelvin am Waldrand an der kleinen Gruppe vorbei und wartete nur auf eine gute Möglichkeit um anzugreifen. Die Männer waren allem Anschein nach auf dem Weg zu Onars Hof, wo Kelvin sich ja einigermaßen auskannte und so gelang es ihm auch sogleich ein geeignetes Versteck hinter einem dichten Gebüsch ausfindig zu machen. Wieder mal raste der Puls des Wegelagerers in die Höhe und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken als die Männer an ihm vorbeigingen ohne Notiz von ihm zu nehmen und schließlich die Möglichkeit da war, nun galt es "jetzt oder nie".
Die vier Tavernengäste waren gerade eifrig in ein Gespräch vertieft was sie dazu veranlasste ihrer Umgebung keine Beachtung mehr zu schenken, was wiederum Kelvin die Chance auf einen Überraschungsangriff bot.
Blitzschnell zog er seinen Dolch aus der Scheide und sprang aus seinem Versteck hervor, wobei er noch im Sprung einen der Vier zu Boden reißen wollte, was ihm jedoch nicht gelang. Noch bevor er die Situation ganz realisierte verfluchte er sich selbst wegen dieser vollkommen idiotischen Aktion, doch nun war es dazu schon viel zu spät. Reflexartig schoss sein Schwertarm in die Höhe und er parierte mit seinem Dolch im letzten Moment einen Angriff bevor er seinerseits einen der Vier attackierte.

Hîrgalad

ie drei Freunde und Nanie waren sehr in ihrem Gespräch über Nanies Vergangenheit in der Minenkolonie vertieft als plötzlich aus dem Gebüsch eine Gestalt auf Hírgalad zusprang, ihn knapp verfehlte und dann erst einmal ein paar Schritte zurücktrat. Überrascht musterten Hírgalad und seine Freunde den Angreifer, während Nanie der bereits seinen Dolch gezogen hatte auf den Fremden losging. Der parierte den Schlag des Ex-Sträflings mit seinem Dolch, und ging dann seinerseits auf Dragonsword los, den er wohl als den schwächsten der Gruppe auserkoren hatte.
Dragonsword konnte dem Angriff des Wegelagerers gerade noch ausweichen, zog dann jedoch auch seinen Dolch. Hírgalad hatte es ihm mittlerweile gleich getan, und Dûhn hatte seine selbstgeschnitzte schwere Keule in der Hand. Hírgalad versuchte jetzt den Angreifer zu attackieren, aufgrund fehlender Übung misslang es ihm aber völlig, er stach ziemlich langsam zu, der Fremde konnte ohne Probleme ausweichen.
Die vier Reisenden waren allerdings dank ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit klar im Vorteil, was sich jetzt zeigte. Sofort nachdem der Wegelagerer dem Angriff Hírgalads ausgewichen war kam nämlich Dragonsword mit seinem Dolch von hinten. Er stach zu, da er allerdings nur genau so gut wie Hirgalad kämpfen konnte, traf er nicht genau, er streifte nur die linke Seite der Lederrüstung des Angreifers, ohne die er jetzt immerhin eine blutende Wunde an der linken Seite gehabt hätte, so allerdings war nur ein kleiner Kratzer in der Rüstung zurückgeblieben. Wiederum stach jetzt Nanie zu, an seinen Bewegungen sah man dass er eindeutig mehr Kampferfahrung hatte als die drei Freunde. Er traf den Angreifer in der linken Brustseite, was dem jedoch nichts ausmachte, wieder hatte seine nietenbeschlagene Lederrüstung den Schlag aufgehalten.
Doch bevor der Angreifer kontern konnte, kam Dûhn mit seiner Keule, ein kräftiger Schlag sauste auf den Wegelagerer zu, der konnte allerdings wiederum ausweichen, trotzdem wurde er von dem schlag an der linken Hand getroffen. Der Schmerz durchzuckte ihn, er schrie auf. Wütend und schmerzerfüllt, erkannte er wohl dass seine Chancen diesen Kampf zu gewinnen nahe Null standen, ging er nun wie ein in die Enge getriebenes Tier auf das nächstbeste Opfer los. Dieses Opfer war in diesem Fall Hírgalad, der ebenfalls gerade angreifen wollte. Doch der Wegelagerer stach nun blitzschnell zu, und er traf den Schmied am linken Unterarm.
Wieder gab es einen Schmerzensschrei, und Hírgalad ließ seinen Dolch, den er erst vor 2 Tagen erstanden hatte fallen. Doch wie der Angreifer, war auch er jetzt von Wut und Schmerz erfüllt und er schlug mit hoher Geschwindigkeit mit der rechten Faust zu. Er traf den Angreifer mit einer harten rechten Geraden genau am Kinn, bevor dieser seinen Versuch sich zu ducken in die Tat umsetzen konnte. Der Fremde ging ohne einen Laut von sich zu geben zu Boden. Er war besiegt und anscheinend bewusstlos.

Dûhn

achdem sich der Staub des Kampfgeschehens ein wenig gelegt hatte schlich Dûhn vorsichtig auf die am Boden liegende Gestalt zu und stupste sie unsanft mit dem Knüppel an.
"Okay, wer zur Hölle war das überhaupt?!"

Als die vielsagendste Antwort der anderen lediglich aus einem Schulterzucken bestand kniete sich die große Gestalt neben den Bewusstlosen und fing an seine Taschen zu durchwühlen. Nach einiger Zeit richtete sich Dûhn, vollgestaubt, aber definitiv missmutig, wieder auf.

"Kein Gold." ein tiefer Seufzer entrang sich Dûhns Kehle. "Wär ja auch zu schön gewesen, hm?" Seinen Knüppel und seine Kleidung abstaubend gesellte sich Dûhn wieder zu seinen Freunden.

Hîrgalad


írgalad sammelte seinen Dolch wieder ein. "Na dem haben wirs gegeben." sagte er mit einem Anflug von Stolz in der Stimme. Dann meldete sich jedoch sein linker Unterarm mit einem ganz anderem Gefühl. Schmerz. "Ach ja, stimmt ja. Scheiße. Dûhn, hast du nicht vorhin erzählt, du verstehst etwas vom heilen? Kannst du dir das mal ansehen. Ich denke die Wunde ist nicht tief, aber es tut ziemlich weh." Dûhn ging sofort auf seinen Freund zu. Der ergänzte dann noch: "Achja, was machen wir eigentlich mit dem?" sein Kopf ruckte in Richtung des bewusstlosen Wegelagerers

Dragonsword

u mieser Drecksack!" Dragonsword wandte sich zu dem Angreifer. "Wach auf!!! Deine Hölle ist noch nicht vorbei!!!"
Dragonsword bückte sich über den Angreifer und rüttelte ihn am Kragen. "Hat wer Wasser dabei? Der wird einfach nicht wach." nach diesen Worten schweifte Dragonswords blick umher um schließlich auf Hîrgalad stehen zu bleiben. Zuerst sah Dragonsword auf die Wunde seines Freundes und wieder überkam ihn Wut aber er konnte sich fassen und sagte: "Du hast einen verdammt harten Schlag drauf, Hîrgalad! Das muss ich dir lassen." Noch mal versuchte Dragonsword den Angreifer aufzuwecken da er einen Erklärung verlangte. Langsam schien es so, als wurde der Angreifer erwachen.

Dûhn

ûhn verschnürte seinen Knüppel wieder fachgerecht an seinem Gürtel bevor er sich Hîrgalads Arm zuwandte. Ein hässlicher roter Striemen verunzierte die sonnengebräunte Haut seines Gefährten vom Handgelenk bis zum Ellenbogen

"Du hast recht, die Wunde ist nicht sehr tief. Nicht mal bluten tut sie besonders stark, aber ich geb dir trotzdem etwas gegen die Schmerzen. Warte einen Augenblick..."

Mit einem Ruck riss Dûhn sich einen Stofffetzen aus dem ohnehin schon arg mitgenommenen Mantel. Nachdem er sich von Dragonsword, der zu Dûhns Freude immer noch den Banditen drangsalierte, eine Flasche Wasser Besorgt hatte, wusch er Hîrgalads Wunde damit aus und verwandt den Rest darauf den Stoffstreifen zu säubern und eine Pampe aus verschiedensten Kräutern hineinzukneten. Nachdem er damit fertig war band Dûhn das Ergebnis, das ein wenig einer grau-braunen, übergewichtigen Schnecke ähnelte, um Hîrgalads linken Unterarm.

"Lass das für ne Weile drauf, beschleunigt die Wundheilung. Ach, ja... kau das! Ist gut gegen den Schmerz!"
Ein paar feuchte, schwammförmige und allen Farben schillernde Pilze wechselten den Besitzer und Hîrgalad konnte nicht umhin die Sporengewächse mit einem mehr als kritischen Blick zu bedenken.
Nichts desto trotz fanden die spongiformen Pflanzen schließlich ihren Weg in den Magen des jungen Schmieds und sogleich breitete sich ein angenehm warmes Gefühl in seinen Extremitäten aus. Der Schmerz schien wie weggeblasen, ebenso wie der Hauptteil seines peripheren Sehens.

Durch den Tunnel der nun sein Blickfeld darstellte sah Hîrgalad Dûhn den Mund bewegen. Anscheinend versuchte der große Mann ihm mitzuteilen das die rauschartige Wirkung nur ein paar Minuten anhalte. Das glaubte Hîrgalad durch sein Ohrensausen zumindest

Kelvin

ine Faust die blitzschnell auf ihn zukam, das war das letzte was Kelvins Augen noch ausmachen konnten bevor ihm vollkommen schwarz vor selbigen wurde. Ein dumpfer Schmerz, der wohl von einem ebenso harten wie präzisen Schlag stammen musste durchzuckte noch seinen Körper, doch dann fühlte Kelvin für einige Zeit nichts mehr. Erst einige Minuten später wurde er durch jemanden geweckt, der ihm wild am Kragen rüttelte. Es dauerte ein paar Momente bis der Wegelagerer wieder bei vollem Bewusstsein war, was sich nicht zuletzt durch diese schrecklichen Schmerzen in seiner linken Hand bemerkbar machte. Kaum gelang es Kelvin seine schweren Augenliede zu öffnen musste er sie wegen des unmenschlich grellen Sonnenlichtes auch schon wieder schließen, was einen der Vier Männer rings um ihn dazu veranlasste ihn gleich noch mal wachzurütteln. Erst jetzt erkannte er was Geschehen war, er erinnerte sich das er so töricht war und es mit vier Männern gleichzeitig aufnahm, worüber er nun nur noch den Kopf schütteln konnte. Als er aber dann einen der Männer auf ihn zugehen sah war er nur noch froh das er kein Gold bei sich hatte und so nichts hatte was ihm die Männer nehmen konnten.
Was willst du?
Zischte der Wegelagerer mit schmerzverzerrtem Gesicht hervor als einer der Männer vor ihm stand und ihn mit verachtenden Blicken musterte.

Dûhn

"ûhn! Hilf mir mal." Dûhn verstand was Dragonsword wollte und nachdem er Hîrgalad verbunden hatte zog Dûhn den Wegelagerer hoch und hielt ihn fest. "So, jetzt wird es Zeit für eine kleine Fragestunde." sagte Dragonsword im ernsten Ton. "Was in Innos Namen, willst du von uns?" Dragonsword konnte es sich denken das er Geld stehlen wollte, aber das dieser Wegelagerer sie zu viert Attackierte war sicher nicht normal. Seine Chancen den Kampf zu Gewinnen waren schon bevor er begonnen hatte bei Null. "Noch mal." Diesmal sprach Dragonsword etwas leiser und sanfter. "Warum hast du uns attackiert. Doch nicht wegen dem Gold, oder?"

Kommander Kater

ieser Typ begann Kelvin nun langsam auf die Nerven zu gehen, konnte er es nicht einfach darauf beruhen lassen das sie die Besseren waren? Dennoch schien es ihm als wäre das Vernünftigste was er tun konnte erst mal die Fragen dieses Mannes zu beantworten, denn noch mal wollte er sich die harten Schläge dieser Männer einfangen.
Ich verdiene damit eben mein Gold, ich bin ein Wegelagerer, verdammt!
Nach dieser alles anderen als freundlichen Antwort festigte dieser Hüne hinter ihm noch mal seinen Griff was Kelvin sämtliche Luft aus den Lungen presste und ihn leicht aufschreien ließ.
Ich dachte nicht das ihr so stark seit, außerdem wollte ich einen von euch gleich zu Boden werfen und ihm meinen Dolch an die Kehle setzen, sodass ihr nichts mehr unternehmen könntet.
Diese Antwort schien der kleinen Gruppe schon etwas besser zu gefallen sodass der eiserne Griff, in dem Kelvin gefangen war, wieder etwas gelockert wurde. Eigentlich wollte der Wegelagerer dem Mann vor ihm ja schon seinen Fuß in den Bauch rammen doch das würde wohl in einer kleinen Katastrophe enden, weswegen Kelvin sich doch für die ruhige Methode entschied.
Darf ich auch eine Frage stellen?
Was genau habt ihr jetzt mit mir vor?

Hîrgalad

"ie Frage hab ich mir auch schon gestellt. Wie wäre es wenn wir aus dir Dûhns Frühstück für morgen machen würden? Er hat einen gesegneten Appetit..." Als der Wegelagerer entsetzt die Augen aufriss fügte Hírgalad hinzu: "Oder fällt dir etwas besseres ein?" Als der Fremde die Augen schloss um anscheinend angestrengt nachzudenken grinste Hírgalad seinen großen Freund an und zwinkerte ihm zu.

Dûhn

ûhn grinste wild und grollte dem Banditen in seiner tiefsten Bassstimme ins Ohr:
"Ich denke das diese mickrige Ansammlung aus Haut und Knochen nicht mal für einen Snack reichen würde. Ich sage wir lassen ihn uns einen Vorschlag unterbreiten und wenn es nicht das ist, was wir hören wollen werden wir uns selber nach einer...Lösung...umschauen. Wie hört sich das für euch an?"

Einen Moment später zwinkerte auch Dûhn, der kaum ein Kichern unterdrücken konnte, Hîrgalad zu.

Kommander Kater

anie grinste, den Wegelagerer an und konnte sich ein Lachen kaum verkneifen. Er hatte wohl gedacht wehrlose Wanderer zu überfallen, doch da hatte er sich geschnitten. Nun war er in der Zwickmühle.
Dann fiel Nanie auf noch eine Antwort ein: "Oder wir hängen dich an den Baum hier, als Abschreckung für deine Wegelagererfreunde. Ich bin auch ein Dieb, nur ich bin nicht so dumm und greif eine mir deutlich überlegene Gruppe an!", sagte Nanie grinsend. "Aber dich zu essen wäre bestimmt auch keine schlechte Idee."
"Hatte noch einer ne Idee was wir mit dem hier anstellen können?" fragte Nanie in die Runde.
"Vielleicht sollten wir ihn auch mit in die Stadt bringen und der Miliz übergeben, dass würde uns eine Belohnung einheimsen und ihn davon abhalten hilflose Wanderer zu überfallen!"

Hîrgalad

"un, ich bin der Meinung wir hören uns an was er zu sagen hat. Da er wahrscheinlich eh nicht schmeckt, würde es nichts bringen ihn aufzuhängen, die armen Aasvögel." Hírgalad musste schon wieder grinsen, vor allem wenn er Dûhn anblickte. Dieser Anblick des großen mit Narben übersäten Mannes der grinste wie ein Verrückter und dabei ein komisches Leuchten in den Augen hatte, war für Hírgalad kaum auszuhalten

Kommander Kater

anie war kurz davor laut loszulachen, wie die anderen anscheinend auch und der Bandit fand das anscheinend gar nicht so lustig. Jetzt müsste nur noch ein Anderer einen weiteren Witz reißen, dann würde sich Nanie nit mehr halten können...

Kelvin

Was glauben diese verdammten Kerle eigentlich wer sie sind?
Dachte sich Kelvin als er sich den Vorschlag der Männer anhörte. Es stimmte zwar, er war ihnen im Moment ausgeliefert und sein Leben lag in ihren Händen doch waren diese Männer keine Soldaten oder Kämpfer, wären sie nicht zu Viert stünden die Chancen sicher anders. Doch darüber nachzudenken half im Moment herzlich wenig und Kelvin blieb wohl nichts anderes übrig als diese vollkommen hirnlose Mission anzunehmen, ob er sie allerdings auch ausführen würde, war eine andere Frage.
 

Immerhin war die Welt nicht ganz so klein wie dieser Mann wohl dachte und wenn Kelvin erst mal wieder im Lager sein würde, würden diese Typen es sowieso nicht wagen ihn anzugreifen. Ein leichtes Grinsen huschte über das Gesicht des Wegelagerers als er genauer darüber nachdachte und schließlich einwilligte, woraufhin er endlich losgelassen wurde, was jedoch nicht bedeutete das er fliehen konnte.
Und was die Informationen angeht, was genau willst du wissen?
Wenn du bei den Söldnern anfangen willst, werde sie dich zuerst in die Mine schicken wo du Erz schürfen musst. Machst du deine Sache gut, wirst du aus der Mine geholt und tust dann genau das was ich gerade hier mache...oder...machen wollte.
Willst du etwas genaueres wissen, musst du schon etwas präziser fragen.
Unter den misstrauisch beobachtenden Blicken der vier Männer nahm der Wegelagerer seinen Dolch wieder auf, steckte ihn zurück in die Scheide
und hielt nach seiner Ratte Catala Ausschau, die sich, wie immer wenn Kelvin Schwierigkeiten hatte, aus dem Staub gemacht hatte.
Da er das kleine Tier jedoch nicht ausmachen konnte trat er statt dessen an den Mann zu der ihm den Auftrag erteilt hatte heran und starrte ihm so respektlos wie möglich an. Kelvin wusste zwar, das ihm das noch teuer zu stehen kommen könnte, doch er konnte all diese Demütigungen nicht mehr auf sich beruhen lassen ohne wenigstens etwas widerstand zu zeigen.
Der anscheinend schlafende Mann öffnete zuerst nur ein Auge als er Kelvin vor sich stehen sah und wollte schon nach seiner Waffe greifen als er erkannte das seine Begleiter noch alles im Griff hatten und Kelvin immer noch so gut wie gefangen war.
Nun, guter Mann, hast du vor mir etwas Gold zu geben oder soll ich euer Essen stehlen?

Auch wenn der Wegelagerer die Antwort eigentlich schon kannte, einen Versuch war es allemal wert.

Dragonsword

"Mein Gold? Nein. Mein Gold bekommst du nicht. Aber so einfach wirst du sowieso nicht davonkommen." Dragonsword nahm den Halm aus seinem Mund und warf ihn am Boden blieb aber ganz ruhig Sitzen.
"Das mit dem Essen war meine Mission. Verstehst du? Nur ich habe gesagt das du ohne Bewachung gehen darfst. Die anderen haben nichts gesagt. Geh zu ihnen sie werden sich jetzt um dich kümmern ich bin hier nicht der Boss." bei diesen Worten blickte Dragonsword zum Himmel hinauf. "Also ich bin dafür das du zuerst mit Hîrgalad sprichst. Schließlich hast du ihn verletzt. Er soll doch entscheiden was dass beste für dich ist. Ich bin dafür das du uns Essen bringst, Nanie ist dafür das du ihr Informationen gibts,... Schau mal was die Anderen sagen und jetzt lass mich schlafen." Dragonsword warf dem Mann einen herrschenden Blick zu, aber das wollte Dragonsword eigentlich nicht. Er hatte den Blick des Mannes bemerk als dieser zu ihm kam. Er wusste wie die Welt da draußen war und das auch dieser Mann das Geld brauchte, aber diese Tat konnte er nicht durchgehen lassen. Wenn sich er und Dragonsword das nächste mal treffen würden dann währen sie Feinde, genau das wollte Dragonsword vermeiden aber es war schon zu spät. Als er über das alles nachdachte bemerkte er nicht das der Mann ihn noch immer anstarrte. Hatte dieser Wegelagerer etwas bemerkt? Konnte er die Gefühle von Dragonsword verstehen? "Geh jetzt zu Hîrgalad. Los!"

Kelvin

o schön hätte die Sache ablaufen können wenn diese Gestalten Kelvin lediglich Essen besorgen geschickt hätten doch nun schien die Sache doch noch etwas komplizierter zu werden, was dem Wegelagerer dann doch allmählich Sorgen machte. Er warf dem Mann, der es sich schon wieder gemütlich gemacht hatte, einen letzten Blick zu bevor er sichtlich entnervt zu dem Mann hinüber schlenderte, den er mit dem Dolch erwischt hatte. Trotz der Tatsache das dieser riesige Hüne neben Hîrgalad stand versuchte Kelvin sich so wenig Furcht wie möglich ansehen zu lassen und er starrte den Mann schließlich möglichst gleichgültig an.
Also, was hast du mir zu sagen?
Hör zu, ihr habt mich besiegt, das habe ich schon längst verstanden doch ich habe nicht vor hier den Rest meines Lebens zu verbringen. Wenn du mir also ebenfalls eine solche Mission aufbrummen willst dann raus mit der Sprache.
Die Sekunden bis zur Antwort dieses Mannes kamen Kelvin wie eine kleine Ewigkeit vor und er dachte sogar darüber nach wie töricht er doch war sich mit vier Mann gleichzeitig anzulegen.

Dûhn

elangweilt stand Dûhn neben Hîrgalad und musterte den Banditen von oben bis unten.

Wir hatten verdammtes Glück... Dachte sich der Riese.
Wenn dieses Männlein mit seinem Plan Erfolg gehabt hätte, wären wir jetzt in einer vollkommen anderen Situation.

Insgeheim empfand Dûhn sogar ein wenig Respekt für den Wegelagerer. Mut und Dummheit waren oft nicht weit voneinander entfernt, vor allem in dem unruhigen Zeiten die Myrthana im Moment erschütterten.

"Wegen mir, ist die Sache erledigt. Der Kerl wollte Gold von uns haben, hat es nicht gekriegt und gut is."

Mit einem berechnenden Blick drehte sich Dûhn wieder Richtung Bandit. Der alte, zerfetzte Mantel wehte dabei bedrohlich im Wind und gab den Blick auf die Oberarm dicke Keule frei.

"...Was nicht heißen soll das die Wünsche meiner Freunde ignoriert werden sollten."

Dragonsword

ragonsword tat wieder so also würde er schlafen und lauschte.
Dûhns Worte waren weiße, vielleicht sogar die eines Anführers. Aber wenn sie endlich einen Anführer für die Gruppe gefunden hatten war Dragonsword wahrscheinlich nicht mehr dabei. Er wusste es nicht, er hatte nur so ein Gefühl das irgendetwas passieren würde.

Hîrgalad

"un, ich sehe es eigentlich genauso wie Dûhn." sagte Hírgalad und sah alle Beteiligten der Reihe nach an. "Er war so doof uns vier anzugreifen, sein Plan hat aber nicht mal im Ansatz funktioniert, also wird ihm das zumindest schon mal eine Lehre sein. Hoffe ich doch..." Er dachte einen Moment lang nach. "Was mich angeht sind wir quitt, meine Wunde ist versorgt, sie wird keine bleibenden Schäden hinterlassen, also wozu die ganze Aufregung. Und wir haben dir ja auch ganz schön zugesetzt, wenn ich mir deine linke Hand ansehe." Hírgalad blickte zu der Hand des Wegelagerers die auf die doppelte Größe ihres rechten Gegenstücks angeschwollen war. "Wenn du Nanie seine Informationen gibst, und das erledigst was Dragonsword wollte, dann kannst du von mir aus gehen."
Er blickte seine Gefährten an und wartete auf deren Reaktion, vor allem auf die von Dragonsword, der sich in den letzten Minuten gänzlich anders verhalten hatte als von Hírgalad erwartet. Ein Anführer? Wozu frage ich mich...

Kommander Kater

anie war es egal, wer der Anführer der Gruppe wird, er war sowieso erst kurz dabei und wollte sich dort lieber raushalten.

Die drei sollen es unter sich ausmachen dachte er sich.

Dann wandte er seinen Blick wieder auf den Wegelagerer.
Also viel konntest du mir ja nicht erzählen, das waren nur Sachen die ich schon wusste, aber egal, wegen mir kannst du dicht verkrümeln, bevor ich noch länger dich betrachten muss... sagte Nanie zu den Wegelagerer, aber eigentlich konnte der arme Kerl gar nichts dafür, denn es ist ja seine Arbeit.

Er schaute wiederum in die Gruppe und erwartete eine weitere Antwort

Kelvin

nnos sei Dank schien es als würde das Beschaffen von etwas Essen Kelvins einzige Mission bleiben, denn der Rest dieser Truppe schien kein besonderes Interesse an den Diensten des Wegelagerers zu haben. Zuerst wollte Kelvin zwar diese kleine Aufgabe niemals erfüllen doch dann entschied er sich dennoch die Nahrung für diese Männer zu beschaffen, immerhin hatte er sich die ganze Geschichte mit seinem dummen Angriff ja selbst eingebrockt.
Er atmete ein paar Mal tief durch bevor er diese Gestalten die rings um ihn herum standen noch mal mit einem aufgesetzten Lächeln betrachtete und sich schließlich ein paar Schritte von der Gruppe entfernte, woraufhin dieser Riese unter ihnen schon seinen schweren Holzknüppel ziehen wollte.
Keine Sorge, ich beschaff euch euer Essen schon.
Wartet ihr hier oder darf ich euch nachher auch noch suchen?
Ohne Hoffnung auf eine Antwort auf diese Frage wandte sich der Wegelagerer Richtung Hof und marschierte schnellen Schrittes los, er wollte diese Sache schnellstmöglich hinter sich bringen und diese Kerle am besten nie wieder sehen.

Kommander Kater

anie: Soooo, nachdem der Kerl jetzt weg ist könntet ihr drei euch ja mal der Frage von Dragonsword stellen, ich werde mich daraus halten, weil ich ja erst vor kurzem zu euch gestoßen bin.

Nanie schaute dem Wegelagerer hinter her, welcher mit schnellen Schritten sich zum Hof des Großbauern sich aufmachte.
Hoffentlich würde er uns nicht verarschen, sonst könnte es wirklich schmerzhaft werden für ihn...

Dûhn


ie große Gestalt kratzte sich unschlüssig am Haarschopf.
Ein Anführer... Nagut, wenn mein Freund meint die Gruppe braucht einen Anführer, will ich mich ihm nicht in den Weg stellen.

Dûhn wandte sich Dragonsword zu und nickte. "Ein Anführer, hm? Naja, mir ist das eigentlich egal, aber da bisher sowieso du die Denkanstösse gegeben hast... warum nicht Dragonsword?"

An die Anderen gewandt fügte er hinzu: "Oder was meint ihr?"

Mit einem dumpfen Geräusch ließ Dûhn seinen schweren Körper ins Gras fallen und kaute auf einem, aus seinem Beutel hervorgezauberten, Süssholzstengel herum.
Sollten sich die anderen um den Job bemühen, Dûhn war noch nie ein sonderlich großer...äh...sonderlich GUTER Anführer gewesen...

Hîrgalad

mm. Na wenn er darauf besteht.... dachte sich Hírgalad

"Ich schließe mich wiedereinmal der Meinung Dûhns an. Da es Dragonswords Idee war sollte er auch der Anführer werden."

Auch er ließ sich jetzt ins Gras fallen, direkt neben seinen großen Freund.

"Allerdings musst du mir dann verraten wozu wir einen Anführer brauchen, und wie weit denn dann deine echte gehen."

An Dûhn gewandt fragte er: "Was war das eigentlich was du mir da vorhin gegeben hast, das Zeug hat ja wirklich eine ähm interessante Wirkung"

Doch bevor dieser antworten konnte sahen sie wie der Wegelagerer schnellen Schrittes wieder auf sie zukam.

Dûhn

"ch weis, ich weis!" Entgegnete Dûhn grinsend, "ist nicht schlecht, hu? Wir nennen die Dinger Prisma-Pilze, wegen der Farben die man währenddessen sieht." Dûhn machte es sich im hohen Gras ein wenig gemütlicher und bot Hîrgalad ein Stöckchen Holz an, bei dem es sich allem Anschein nach ebenfalls um Süßholz handelte.
"Dabei sind die Dinger sogar fast ungiftig! Das einzige was sie beim Menschen bewirken sind diese schwirrenden Farben, das man fast nix mehr sieht, das einem die Ohren dröhnen und eine allgemeine Taubheit." Wieder lächelte Dûhn. "Bevor du dir jetzt Sorgen machst: Die Wirkung hält nur einige Minuten an, wie du ja schon gemerkt hast. Was bleibt, ist ein schmerzfreier linker Unterarm!"
Dûhn biss ein großes Stück Süßholz ab und spuckte die Rinde vor sich ins Gras.
"...Zumindest bis morgen früh. Aber dann dürfte die Wunde wieder weitestgehend verheilt sein."

Kelvin

chon von weitem konnte Kelvin erkennen das sich die kleine Gruppe immer noch dort befand wo er sie verlassen hatte und sich anscheinend gerade über etwas unterhielten. Es interessierte ihn schon sehr was die Männer da so intensiv besprachen, schließlich konnte es auch um ihn gehen, weshalb Kelvin seine Schritte etwas verlangsamte je näher er der Gruppe kam und blieb dann, unweit von den immer noch sprechenden Männern, gänzlich stehen. Fast hätte Kelvin die Reden dieser Kerle verstanden doch das Rascheln der Blätter im Wind machte diesen Plan zunichte und alles was der Wegelagerer hören konnte waren vereinzelte Wortfetzen, die allerdings kein Anlass zur Besorgnis waren.
Als dann einer der Männer zu ihm herüber sah setzte sich Kelvin schnell wieder in Bewegung und stand schon wenige Momente später wieder Auge in Auge mit diesen Männern. Noch bevor auch nur einer von ihnen die Chance hatte irgendwelche lästigen Fragen oder Ähnliches zu stellen griff der Wegelagerer zu seiner Ledertasche und kramte sowohl die Scavengerkeulen als auch die beiden Laib Brot hervor, die er der Gruppe ohne weitere Worte überreichte.
Nun gut, ich habe euch euer Essen besorgt, wenn die Herren nichts dagegen haben werde ich mich dann verabschieden.
Eigentlich hatte sich Kelvin vorgenommen gar nicht auf eventuelle Einwände zu warten und sich einfach aus dem Staub zu machen doch der scharfe Blick dieses Hünen, der ihn ansah als wollte er ihn jeden Moment zerfleischen ließ den Wegelagerer dann doch fast paralysiert stehen bleiben und auf eine Reaktion der Gruppe warten.

Dragonsword

arte!" Dragonsword stand von seinem Gemütlichen Plätzchen auf und ging auf den Wegelagerer zu. Seine Freude beobachteten ihn dabei. Würde er dem Wegelagerer noch eine Mission geben?

Dragonsword stellte sich genau vor den Fremden. Dieser schien sehr besorgt zu sein. Was würde jetzt kommen? Würden sie den Wegelagerer jetzt der Miliz übergeben?

Dragonsword hielt ihm die Hand hin, lächelte Freundlich und sagte: "Gute Reise und viel Glück! Willst du noch etwas Fleisch, meine Taschen sind voll."

Der Wegelagerer stand da, als hätte er einen Geist gesehen. Dûhn und
Hîrgalad ließen ihr Süßholz fallen und sahen Dragonsword mit offenen Mündern an. Die Reaktion von Nanie war nicht anders. Dragonsword war wirklich etwas verändert seit dem Kloster.
Aber was? Vielleicht war er nur Verrückt geworden, wer weiß.

Kommander Kater

anie wunderte sich sehr über die Reaktion seines Gefährten, das entsprach keiner Logik.
Er dachte: Hmmm, zuerst will er das er uns etwas zu Essen bringt und nun fragt er einen Verbrecher, der uns noch vor wenigen Minuten überfallen hatte, ob dieser Proviant brauchte...

"Sehr Seltsam" sagte Nanie vor sich hin, denn es entsprach keiner Logik, wie Dragonsword handelte.
Er war Der, der den Banditen am meisten schikanierte und jetzt bot er ihm etwas Essbares an, warum ist der Wegelagerer dann überhaupt zu Onars Hof gelaufen, wenn ihm Dragon hier das Essen praktisch wieder gab...Hmmm, so etwas seltsames ist dem Mir noch nie wieder fahren, vielleicht werde ich ihn fragen, was mit ihm los ist..., damit war Nanie Gedankengang beendet und er ging auf den Wegelagerer zu.

Nanie: Nun gib schon her!

Nanie nahm sich 2 Scavengerkeulen und ein Stück Brot und lehnte sich wieder an den von Moosbewachsenen Baum...