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Inhalt 06/03

 
eine_alte_frau

ie Alte war hinter dem Krieger aus der Hütte getreten und meinte nur "Ja, wie willst du ihm jetzt beibringen, dass er nicht mit den Armen wackeln soll? Er wird wohl nicht verstehen, dass du seine Flügel meinst. Aber wenn du so weitermachst, dann fliegt er ja vielleicht mit den Armen?"

blutfeuer

"erscheißern kann ich mich auch alleine." blutfeuer schnappte sich ihren kleinen und lockte ihn hinter sich her. "komm mit, dahinten ist eine butterblumenwiese. da zeig ich es dir." blutfeuer ging voraus und mit watschelnden schritten folgte ihr der drachen, der inzwischen fast genauso groß war wie seine ersatzmami. auf den wiese setzte sich blutfeuer hin und rupfte sich einen fluffigweiße pusteblume. "jetzt guck mal mein schatz." sie spitzte die lippen und dann schickte sie mit einem sanften abschiedspusten die kleinen schirmchen auf die reise. "guck mal!" blutfeuer legte einen arm um ihren blauen freund und wies ihn auf die feinen schirmchen hin. "das ist fliegen!" sie fing sich einen der schirme, streichelte seine weißen winzigen federchen und streichelte dann die flügel ihres zöglings. "das sind deine fluggeräte. du musst sie nur benutzen und das auf die weise, die ich dir mit meinen armen gezeigt habe." sie entfaltete bei bällchen die flügel und versuchte diese mit ihren händen auf und ab zu bewegen. irgendwie war das aber wohl eine kitzlige angelegenheit, jedenfalls rollte sich bällchen auf dem boden, gab glucksende laute von sich und versuchte nicht einmal, seine hübschen flügel zu bewegen.

Krieger-BP

eichter Dampf stieg auf, als Krieger das Wischwasser wegkippte. Irgendwie erinnerte ihn das an die kleine Feuerspuckernacht mit dem kleinen. Es war doch wirklich zu schön gewesen ihm das beizubringen. So entschloss er sich zu Blutfeuer und Bällchen zu gehen und zu helfen. Er konnte zwar selbst nicht fliegen, doch konnte er gut Frösche imitieren. "Na ihr beiden Hübschen", eröffnete er das Gespräch. Die Nacht war mittlerweile Sternenklar und mehrere Sternschnuppen zierten das Himmelszelt. "Oh seht mal da, Ich wünsch mir, das unser kleines Bällchen fliegen lernt!", sprach Krieger laut seinen Wunsch aus, stemmt den Drachen mit aller Kraft hoch und schmiss ihn zu Blutfeuern, die ihn entsetz auffing und nach hinten wegkippte. "Oh, hat wohl doch nicht so richtig geklappt!", entschuldigte er sich und nahm den Drachen wieder von der Amazone. Da kam Krieger die leuchtende Idee. Schnell nahm er wieder den Drachen und setzte ihn auf einen großen Stein. Nun nahm er auch Blutfeuer auf den Arm und stellte sie neben den Stein. "Du ich nehm dich Huckepack und du flatterst mit den Armen und ich schaukle ein bisschen dazu! Vielleicht klappt das ja!", verriet er ihr den Plan und stellt sich startklar hin.

blutfeuer

lutfeuer hampelte in den armen von krieger und stieß ihm mit den ellenbogen in die seiten, bis er sie fallen lassen musste. "glaubst du, ich mach mich hier zum affen? so klappt das nie." dann schrie sie auf und raste zur hütte. krieger schaute ihr betroffen hinterher, dachte er doch, er hätte irgendwas falsch gemacht. auch bällchen schrie auf und versuchte seiner ziehmutter hinterher zu rasen. aber da kam sie auch schon wieder aus der hütte. "ich hab die lösung!" schrie sie schon von weitem und fuchtelte mit etwas in der luft herum. sie rannte zu ihrem liebling und als sie vor ihm stand, entrollte sie feierlich die schriftrollen. dann las sie mit angemessenem tremolo den spruch der telekinese und schickte das luftpolster dann unter den bauch des kleinen drachen. dieser wurde sanft hochgehoben und schaute nur verblüfft, wie sich der erdboden langsam unter ihm senkte. dann sah er die beiden menschen an und wieder zur erde. dann fing er an mit den armen und beinen zu strampeln und blutfeuer ging zu ihm und hielt ihm die arme so fest, dass er sie nicht bewegen konnte. das gleiche machte krieger mit den beinchen und als im selben moment die alte in der hüttentür erschien und einen korb voller äpfel in die luft hob, strampelte der kleine ball heftig. da ihm arme und beine aber nicht zur verfügung standen, entfaltete er die flügel und flatterte heftig auf und ab. damit schob sich das luftkissen langsam auf die alte zu.

Krieger-BP

nd zwar so heftig, das es die beiden unfreiwilligen Passagiere gleich mit auf Reisen nahm. Dieser kleine Racker entwickelte sich langsam zum großen Kraftprotz! Nicht mehr lange und er konnte sich Krieger an die Fußsohle nageln, ohne es zu merken.
blutfeuer: jetzt konnte das nur schief gehen. "bitte, mein kleiner, das schaffst du schon. leg die flügel etwas nach hinten, ja so, dann bremst du ab und wir kommen sicher zur erde. du schaffst das schon und ich auch. immerhin hab ich schon einen viel größeren drachen geritten. da werden wir beide das schon auch noch schaffen." langsam sank der drachen zu boden.

blutfeuer

ntsetzt sah blutfeuer mit an, dass ihr kleiner drachen den krieger jetzt über die steine zog und nun reichte es wirklich. langsam ließ sie den telekinesezauber verblassen und bällchen kullerte auf dem rasen aus. schnell lief sie zu krieger zurück und kniete sich neben den nun doch etwas jammernden recken. "das wird schon wieder. die alte ist eine großartige heilerin. sie half dem mann auf und legte sich seinen arm um die schultern. jammernd, ächzend und humpelnd gingen die drei wieder zur hütte zurück. der drachen leckte zwischendurch krieger die hand, hatte er doch irgendwie instinktiv begriffen, dass die schmerzen des armen tölpels irgendwas mit ihm zu tun hatten.

Krieger-BP

er legte sich hin und zog sich die Decke bis ans Kinn. Ein zittriges "Gute Nacht" ertönte und er versuchte an etwas Schönes zu denken, um die Schmerzen zu unterdrücken. Die wohligen Sumpfluftschälle, voller Sumpfkrautqualm, in seinem Gesicht! Beim Schläfer, wie gerne wäre er wenigstens für ein paar Sonneminuten wieder in seinem Heimatlager. Er war nun schon wieder so lange von Zuhause weg. Wie verkraftet das nur die Amazone? Nach einer Weile ertönte ein leichtes Grunzen in der kleinen Hütte. Krieger war eingeschlafen.

eine_alte_frau

ie Alte betrachtete die Schlafenden lange. Sie hatte in einer kleinen Schale ein Räucherkraut entzündet, dass den Krieger bis zum Morgen gesund machen würde. Als der Drachen sich zu räkeln begann, versuchte die Alte, ihn von der Ofenbank zu locken und schaffte das nach einer Weile auch mit ein paar Leckereien. Dann bereitete sie ihm ein Lager direkt neben dem Ofen. so konnte die beiden da oben endlich wieder in Ruhe schlafen. Immerhin wurde es mit dem dicken Drachen ganz schön eng. In dieser Nacht würde er wieder kräftig wachsen, da ihm die Alte wieder etwas zu trinken gab - wie jetzt schon jede Nacht. In dieser Nacht häutete sich der Drache zum wiederholten Mal und wieder nahm die Alte die Haut beiseite und legte sie in ihre bunte Truhe.

blutfeuer

en ganzen tag hatte blutfeuer mit dem drachen, der inzwischen wie ein richtiger drachen im miniaturformat aussah, das fliegen geübt. das faule stück hatte es sich mittlerweile wirklich bequem gemacht auf dem telekinesezauber und lag darauf wie andere in der sommerfrische. der drache brachte es sogar fertig, sich auf den rücken zu drehen und den bauch zur sonne zu recken. der hatte sehr schnell begriffen, dass der zauber ihn hielt, auch wenn er sich nur zum relaxen draufpackte "he, ich verbrauch die kostbaren spruchrollen doch nicht, dass du es dir hier gemütlich machst. ich hab die mal geschenkt bekommen, damit ich nicht immer so schwer tragen muss und du verbrauchst die hier alle einfach so. wenn wenigstens was dabei rauskommen würde!" blutfeuer wurde langsam sauer und der drachen schien das auch zu merken. er hüpfte von dem luftkissen und kam mit der allerunschuldigsten miene angehoppelt, machte sich klein und rubbelte den kopf an blutfeuers beinen. "jaja, ist ja gut. aber ich hab nur noch zwei davon. wenn du dann nicht fliegen kannst, weiß ich auch nicht mehr."

Krieger-BP

"allo?", Krieger richtete sich auf. Er war ganz alleine in der Hütte, "jemand da?" Er umschlang seine Beine mit den Armen und wickelte sich in die Decke ein. "Ihr könnt jetzt raus kommen! Ich find es ganz lustig", er setzte ein gequältes Lachen auf, "ha ha ha, ihr seit echt witzig! Jetzt kommt doch bitte aus euren Verstecken!" Krieger sah sich um, keine Reaktion. Dann hielt er den Atem an. Er hörte auch nichts, bis auf sein pochendes Herz. Begleitet von etwas Spucke ließ er die Luft wieder hinaus. Die Strähnen, die ihm vor dem Gesicht lagen wehten nun nach vorne und spielten mit dem leichten Luftschwall. "Na dann!", Krieger sprang auf, splitternackt und streckte seine Körperteile in alle Richtungen. "Endlich wieder alleine, Gott wie habe ich das vermisst." So huschte er vor den Spiegel und betrachtete sich im Spiegel, ließ die Muskeln zucken, spannte den Bizeps an, stellte sich mit dem Rücken zum Spiegel und streckte die Arme empor. Dann drehte er sich etwas um, schob die Hüfte nach links, hielt sich die Haare nach mit der einen Hand nach oben, setze ein Lächeln auf und begann zu singen, dann auch noch zu steppen und schließlich wild herumzuhüpfen, "Ju huuuuuuu", so sprang er wieder aufs Bett der Alten, nutzte es zum Trampolin springen aus und vollführte wieder einen Purzelbaum herunter. Sofort schwang er sich auf den Tisch und fing an zu steppen, und das immer noch Splitter- Faser- nackt! So voller Glücksgefühle und wohlig warmer Freiheit schwang er sich nun in seine warme grüne lange Unterhose, zog seinen Novizenrock darüber und über alles noch einmal die Templerrüstung und darüber noch einmal den Mantel, denn er von der Alten bekommen hatte. Dann schnappte er sich seinen Bogen und seinen Köcher und prallte die Tür auf. Diese fiel fast aus den Angel, als Krieger nach draußen kam und schrie, "WELT ICH KOMME!!!", so rann er ein paar Schritte nach vorne, macht ein Vorwärtssalto über einen kleinen Kieselstein, ging in die Hocke, zog sich einen Pfeil aus seinem Köcher, spannte die Sehne und schoss auf den Vogel, der gerade vorbeiflog. Vorbei. "So ein verdammter mist, dass dieses blöde Viech auch gerade in dem Moment ausweichen muss!", fluchte er. Dann vernahm er plötzlich ein Lachen. Es kam von hinten. Ja, ein paar Schritte hinter ihm stand Blutfeuer mit ihrem kleinen Mops. "Oh", Krieger kratzte sich verlegen am Kopf, "das war Absicht!" Dann sah er auf den kleinen Drachen, "du solltest wohl auch mal fliegen lernen! Am besten mit ein par Manövern und so, also halt dich rann." Langsam näherte Krieger sich der Amazone, "Stängel gefällig?"

blutfeuer

ie amazone betrachtete den krieger ein bisschen skeptisch. "also nackt sahst du irgendwie dicker aus, als in den klamotten. ich hab dich immer für schlank gehalten, hab aber eben feststellen müssen, dass du wohl ein bisschen training brauchst. du wolltest doch bogen lernen? dann mach dich mal bereit. dort ist ein fels, der mit moos bewachsen ist. das moos hat genau die form eines bären, also versuch mal den bären zu erlegen. ich muss erst mal sehen, was du so drauf hast, bevor ich dich an bewegliche objekte lasse." blutfeuer betrachtete sich erst mal den neuen bogen genauer. "das ist wirklich meisterliche qualität, damit solltest du dich auch schnellstens befleißigen, ein meister zu werden.

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"ick?", Krieger zog empört sein ganzes Zeug nach oben und streckte Blutfeuer seinen Bauch entgegen. "Das nennst du dick? Dann schau dir mal Shadaks Bauch an! Oder den Bauch von deinem kleinen Drachen, ich glaube, der ist dicker!" sagte Krieger schon halb lachen und kitzelte den kleinen Drachen noch schnell worauf er die Flügel begann auf und ab zu bewegen. "Oh, vielleicht bringt ihn das kitzeln ja zum fliegen!" grinste Krieger. Dann nahm er sich seinen Bogen zur Hand. Die übliche Stellung einnehmen musste er sich jede Aktion, die er vollführte laut vorsagen. "Spannen, ein Auge zu Kneifen, fixieren und ..." Krieger ließ die Sehne los. Der Pfeil schoss nach vorne, mit einem zischendem Geräusch, und prallte schließlich in die Trefferzone, die man allgemein als Hintern bezeichnete. Strahlend wendete sich der Sumpfler zu Blutfeuer, "perfekt, nicht wahr?"

blutfeuer

ie amazone schaute etwas enttäuscht und meinte "ich glaub, wir haben da noch einiges vor. bleib mal ein bisschen lockerer. du musst das ziel schneller erfassen. wenn du lange zielst, dann beginnt dein arm zu wackeln und das treffen wird immer schwerer. sieh mal, sogar bällchen beobachtet dich aufmerksam. im übrigen, zieh beim nächsten mal die gardinen vor, wenn du auf dem tisch tanzt. ein nackter mann sieht beim tanzen albern aus. es sieht alles so ... naja, eben nicht ordentlich aus." der nun gar nicht mehr kleine drachen hatte dem krieger aufmerksam zu gesehen und den kopf blitzschnell dem pfeil nachgewendet. als krieger jetzt den nächsten pfeil abschoss, sah es so aus, als wollte bällchen dem pfeil hinterher hechten. "guck dir das an, wie bei einem hündchen und seinem stöckchen! ist ja putzig!"
 

der drachen versuchte jedes mal mit dem kopf und den augen den pfeil zu verfolgen, was ihm natürlich nicht gelang, aber dann begann er plötzlich dem pfeil wirklich nachzuhechten. als dies aber nicht wirklich erfolgreich war, versuchte er seine vorwärtsbewegung mit den flügeln zu unterstützen und es sah fast so aus, als wäre das faule bällchen ein stück geflogen.

Krieger-BP


er keine Drache versuchte ja wieder auf Holz herumzukatschen! Na wenn das mal nicht Kriegers Schützling war. "Brav gemacht", sprach Krieger und tätschelte dem Drachen den Kopf. "Pass auf!", Krieger legte den Bogen nun beiseite und griff sich nur einen einzelnen Pfeil. Dann hielt er den Pfeil an die Schnauze des Drachens und gerade als dieser zubeißen wollte, zog Krieger den Pfeil wieder weg, "ätsch, hol ihn dir doch!", hänselte Krieger den Drachen und ließ den Pfeil mal an seiner linken, mal an seiner rechten erscheinen. Der kleine Drache sah ihn nur verblüfft an und streckte den Kopf immer mal in Richtung Pfeil. Dann legte er den Kopf schief und sah Krieger in die Augen. Irgendetwas schien darin zu funkeln. Irgendwas böses. Krieger trat einen Schritt zurück, doch zu spät. Der Drachen hatte sich schon auf ihn gestürzt und ihn umgeworfen. Krieger hielt den Pfeil so weit wie möglich von dem holzsüchtigen Tier weg. "Hilfe! Blutfeuer, hilf mir!" Mit letzter Kraft warf er den Pfeil der Amazone zu und schon war der Drachen von ihm herunter gesprungen und sprang, nein flog sogar leicht der Amazone entgegen, die den Pfeil rechtzeitig wieder an Krieger zurückwerfen konnte. So flog der Kleine, wenigstens ansatzweiße zwischen den Beiden hin und her, vollkommend nach dem Pfeil geifernd und nichts anderes als Holz im Sinn habend.

blutfeuer

eltsam, dass der kleine gerade so auf holz abfuhr! "sag mal krieger, ob die alte frau sich irrt und das ist gar kein eis- oder gletscherdrachen sondern ein walddrachen? wieso steht der so auf hölzchen? übrigens, hör mal auf mit dem pfeileschmeißen, ich glaube, das schießen bringt uns weiter. dich, weil du endlich ein richtiger schütze wirst und unseren liebling, weil er so scharf auf die pfeile ist. mir ist so, als würde er den pfeilen bald pfeilschnell hinterher fliegen. aber zuerst sollten wir uns aufs ohr legen. ob der drachen überhaupt noch in die hütte passt?" er passte - mit müh und not. beim hineinzwängen zersplitterte die tür und der türrahmen war eine weile ein durchaus schmückendes halsband. die alte frau versuchte verzweifelt, das riesenvieh am hereinkommen zu hindern, was aber völlig vergebliche liebesmüh war. zum glück überließ er die ofenbank den beiden aus khorinis. das hätte der ofen sicher nicht mehr überlebt und so konnten blutfeuer und krieger wenigstens ungestört schlafen.

blutfeuer

m nächsten morgen: wunderbare nachrichten, ein frühstück und dieser duft! blutfeuer kam aus der hütte und bekam gerade noch mit, wie das gesamte frühstück von dem drachen mitsamt dem spieß in das inzwischen beachtlich gewachsene maul wanderte. dabei hatte bällchen die feuerstelle verwüstet, dem krieger die kleidung durch die umherfliegende glut angesengt und nun saß er mit sehr zufriedenem gesicht inmitten der glut und stocherte sich mit dem bratspieß zwischen den zähnen herum. dabei sah er so glücklich und übermütig aus, dass blutfeuers zorn recht schnell verflog. "was hast du denn nun wieder gemacht, mein kleiner!" sie ging auf das ungeheuer zu und kraulte ihm den kopf. und obwohl der drachen saß, musste sich blutfeuer schon auf die zehenspitzen stellen, um seine hörner zu erreichen. dort hatte er das kraulen nämlich am liebsten. die Alte hatte inzwischen ein wohl einfacheres mahl bereitet und rief die beiden in die hütte. und der drachen kam natürlich neugierig und noch immer hungrig hinterher. zum glück war er nun aber endgültig zu groß für die hütte. er steckte seinen kopf durch die zerstörte türöffnung und der körper passte trotz ziehen, zurren und blöken nicht mehr herein, beim besten willen nicht mehr. "wo wird denn mein schatz jetzt schlafen?" fragte die amazone besorgt die alte, die aber meinte, sie müsse sich keine sorgen machen. der feuerofen im inneren jedes drachen würde verhindern, dass der "kleine" friert. "aber er kann das doch nicht mit dem feuerspucken. das war doch noch gar nichts, nur ein bisschen rauch und ein paar fünkchen zum stängel-anzünden."
eine_alte_frau: die Alte lachte "findest du eigentlich wirklich, dass du zu dieser gewaltigen Echse noch "Kleiner" sagen solltest? Und mit dem Feuer, da mach dir mal keine Sorgen. Außerdem ist es ein Gletscherdrachen. Der braucht die Kälte wie du die warme Kleidung zum Überleben. Das mit dem Feuerspucken kommt schon noch. Befasst euch mal lieber mit dem Fliegen. das brauchen wir nämlich in Kürze. Auf seinen kurzen Beinchen wird er den Weg in den Gletscher wohl nicht schaffen." Die Alte rief der großen Echse zu, sie solle sich trollen und sich selbst was zu essen suchen und daraufhin zog der Drachen seinen großen Schädel beleidigt zurück und verschwand.

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rieger verließ nach dem Essen die Hütte. Seine Blicke wanderten nach Links, dann wieder nach Rechts und schließlich wieder nach Links. "Bällchen?" Der Drache schien sich versteckt zu haben. "Bällchen wo bist du?", ging er auf das Spiel ein. Wie konnte sich ein so großes Vieh nur verstecken? Ratlos kratzte sich Krieger am Hintern. "Wo steckt er nur?" Grundlos trat Krieger gegen einen Stein, der im hohen Bogen durch die Luft waberte und gegen einen, größeren, Stein prallte. Der andere Stein begann sich zu bewegen. "Na nu? Hab ich denn so dolle getreten?" Der Stein richtete sich auf und hechtete auf Krieger zu. Mit Schall Geschwindigkeit bewegte er sich vorwärts und blieb dann kurz vor Krieger wieder stehen um ihn eine komische Fratze zu ziehen. "Du bist ja gar kein Stein!", entdeckte der Blitzmerker Krieger Irgendwie verfolgten die tiefblauen Augen des Drachens nur den Köcher auf Kriegers Rücken, der gefühlt mit Pfeilen war. "Na na an, du willst doch nicht etwas ...", der Drachen wollte, weshalb er Krieger mit der Schnauze gegen den Bauch stieß. Dieser beugte sich ruckartig nach vorn, so dass ein einzelner Pfeil nach vorne Flog und dem Drachen genau ins Maul. Bällchen rannte anschließend weg. "Hey, das ist meiner!", brüllte Krieger noch und ließ ihm hinterher. Das schwere Gewicht des Drachens ließ die Erde zittern. Krieger holte es einige Male fast von den Füßen, doch schließlich hatte er den plumpen Drachen eingeholt und sprang auf dessen Rücken. Sich in Richtung Kopf vorarbeitend, hielt Krieger an den Hörnern des Drachens an, denn eine plötzlicher Hacken hätte ihn fast vom Körper geschmissen. Dann griff er ins Maul, packte den Pfeil und purzelte wieder vom Drachen. Dieser schien das alles noch nicht richtig mitgeschnitten zu haben und lief weiter. Erst als Krieger rief: "hu hu, hier ist er!", drehte sich der Drachen um und lief im vollen Tempo auf den Templer zu. Ein schnelle Seitwärtsrolle brachte Krieger aus der Gefahrenzone. Dann lief er. Um sein Leben, denn der Drache war schon wieder gefährlich nahe gekommen. Ihm blieb nichts anderes übrig als den Pfeil irgendwie loszuwerden. So zückte er im rennen seinen Bogen vom Rücken, legte den Pfeil auf und schoss wahllos in die Luft. Ulkigerweise traf er dabei einen Vogel, doch der Drache gab Krieger nicht lange die Gelegenheit sein Werk zu betrachten, denn er sprang in die Luft, flatterte ein paar mal mit den Flügel und fing den Pfeil, samt Vogel auf, um dann mit einem lauten, erdbebengleichen, Krachen wieder auf dem Boden aufzusetzen...

blutfeuer

"as würde ich nur ohne dich machen? du bist der geborene drachenerzieher. der kleine ist schon wieder ein klitzekleines stückchen geflogen! hast du gesehn, dass er sich wirklich von allein vom boden gehoben hat?" die alte meinte zwar, dass sich ja wohl jeder vom boden erhebt, wenn er nach irgendwas springt, aber blutfeuer ließ sich nicht abhalten, voller begeisterung sowohl dem drachen als auch dem krieger um den hals zu fliegen. "jungs, ihr macht das wundervoll!" dann begann blutfeuer im holzstapel der alten ein bisschen herumzukramen, den diese an der hauswand aufgeschichtet hatte. nach einer weile hatte sie auch zusammen, was sie brauchte. "krieger, ich werd jetzt diese scheiben in die luft werfen und du wirst dafür sorgen, dass jede mit einem pfeil gespickt wieder herunterkommt. und achtung, ich werfe jedes mal woanders hin, also streng dich an. wir werden das mit dem schießen schon hinbekommen." zuerst aber ging sie zu dem novizen und arbeitet mit ihm an der haltung. besonders die finger sollten perfekt sitzen. immerhin kam es hier darauf an, dass der pfeil weder verkantete, noch die richtung änderte. jetzt müsste es klappen! "nun los, schieß!" blutfeuer setzte sich neben den großen drachen und sah dem unheil ahnungslos entgegen.

Krieger-BP

er frisch ernannte Novize stand nun in dieser höchst komischen Position, hob den Bogen nach oben und spannte die Sehne, auf der sich natürlicher Weiße ein Pfeil befand, der nur darauf wartete so eine wunderbare Holzscheibe zu zieren. So konzentrierte sich Krieger nun voll und ganz auf die Holzscheibe, die Blutfeuer in der Hand hielt. "Du kannst werfen! Ich bin bereit!", rief er ihr zu. Keine Reaktion. "Machst du ..." und schon flog die Scheibe unerwartet in die Luft. Krieger zögerte kurz, ließ dann jedoch los und schoss knapp am Rand vorbei. Noch ein paar Holzsplitter mitreisend, suchte sich der Pfeil das Holzhaus als Ziel. Noch ehe die Scheibe zu Boden kam, hatte er einen zweiten Pfeil gezogen und angesetzt. Kurz vor dem Aufprall ließ er den Pfeil noch losfliegen, dieser landete jedoch nur schändlich auf dem Boden. Krieger sah mit enttäuschtem Gesichtsausdruck zu Blutfeuer, die schon die zweite Scheibe in der Hand hielt. Doch wo war Bällchen hin? Krieger sah sich um. Da drüben! Er war seinem ersten Pfeil hinterhergeflogen, was aber so aussah, als hätte er die Flasche Schnaps der Alten getrunken. Mittlerweile lehnte der Drache rülpsend an der Hauswand, die auf Grund des enormen Gewichtes zu krächzen begann. Doch sah er auf Irgendwas. Krieger folgte den Blick und musste mit erschrecken feststellen, dass die zweite Scheibe schon flog. Auf ihn zu! Schnell wie der Wind zog er einen Pfeil, erkannte jedoch, dass er so schnell nicht zielen konnte, weshalb er ihn kurzer Hand mit der Hand warf. Treffer versenkt. Er hatte genau die Mitte getroffen, nur halt ohne Bogen. "Irgendwas mache ich falsch!", sprach er zu Blutfeuer gewannt, doch die ließ sich nicht beirren und warf die nächste Scheibe in die Höhe. Krieger sah dies zum Glück diesmal rechtzeitig und schoss den Pfeil an den äußeren Rand der Holzscheibe. Er wollte noch einen draufsetzten und einen weiteren Pfeil abfeuern, doch der Drache war schneller. Er hatte sich die Scheibe wieder halb fliegend geschnappt und verschwand mit dieser hinter dem nächsten größeren Stein.
blutfeuer: das unheil nahte in form der dritten scheibe, die der drachen zwar gepackt hatte, die er aber in seiner begeisterung und aufgrund der noch nicht beherrschten flugkünste in einem so steilen winkel aufnahm, dass er ins trudeln kam und auf dem haus landete, genau in der mitte des daches. das knarzte, krachte, splitterte und dann war es um das halbe häuschen geschehen. der drache hatte daraus so etwas wie eine faltschachtel gemacht. "meine güte, was machen wir denn jetzt, so eine scheiße!" war der trockene kommentar der amazone. die alte hatte vor der hütte gestanden, als das unglück passierte und schüttelte einfach nur den kopf. dann meinte sie, es sei wohl vorsehung. immerhin würde sie die hütte in kürze verlassen und für die restlichen 2 - 3 nächte oder so, würde der rest wohl noch reichen. krieger sah blutfeuer betreten an. "macht doch nix, dafür wirst du mir jetzt ja wohl recht geben, unser liebling ist geflogen. zwar noch nicht perfekt, aber immerhin."

Krieger-BP

"erdammigt noch mal!" Krieger stampfte wütend auf, "du bist echt verdammt dick! So dick, dass wir schon drunter leiden müssen! Jetzt klaust du mir auch noch mein warmes Bett du ... du ... Bällchen!", schimpfte Krieger. Über die hälfte des Hauses war zerquetscht. Die andere war nur noch unter Lebensgefahr zu betreten, könnte doch jeder größere Windstoß sie zu Boden blasen. Krieger ließ seinen strengen Blick die ganze Zeit auf dem Drachen ruhen, der jedoch brach diesen, denn er katschte ganz genau, wie Krieger es ihm gezeigt hatte, auf dem Dach der Hütte herum. "Es ist sowieso schon ziemlich spät und die Sterne funkeln schon!", brachte der frisch gebackene Novize ; ) ein, "lasst uns aus den Resten ein großes Feuer machen!" Sofort machte sich die Amazone und der Sumpfbruder an die Arbeit und nach ein paar Minuten war schon ein große scheiterhaufenähnliche Feuerstelle entstanden. Krieger versuchte diese mit seinem kümmerlichen Zündholz zu entfachen, jedoch ergebnislos. Dann holte er den Drachen zu sich. "Hey du, Bällchen, hilf mir mal!" Während der Drache zu ihm stolzierte hatte sich Krieger von der alten schon mal die Flasche Schnaps geben lassen. Den Inhalt schüttete er über das Holz. Dann zündete er sich eine Stängel an und zog ganz heftig daran. Der "kleine" Drache sprühte wieder seine paar Fünkchen, diese entfachten dieses mal jedoch das Feuer und eine helle große Stichflamme stieg gen Himmel. Der Drachen trat erschrocken zurück. Sein Blick verriet seinen innere Frage, "hab ich das gerade gemacht?" Auf Grund dieses Erlebnisses versuchte er weiter Flamen zu hauchen und brachte, man mochte es kaum glauben, sogar eine winzigen Flammenstoß hervor! Winzig im Verhältnis zu seiner Größe. Man konnte den Schwall an Flammen bestimmt einen Halben Schritt lang messen! Zufrieden ließ sich Krieger ans Feuer sinken. Die Alte und Blutfeuer taten es ihm gleich, wobei sich alle ganz nah aneinander kuschelten, denn es wurde bitterlich Kalt. Die Alte war mal eine kurze Zeit in den Überresten der Hütte verschwunden, um ein paar dicke Mäntel und Felle herauszuholen, in denen sich dann alle einwickelten. Gerade als Krieger seinen Kopf auf die Schulter Blutfeuers sinken lassen wollte, um selig zu schlafen, schob sich ein dicker Kopf zwischen die Beiden. Es war der Drache, der sich nach Zärtlichkeit sehnte und sie auch in Form von Streicheleinheiten erhielt ...